Vom großen Vierspartenhaus bis zu experimenteller Performance-Kunst spannt sich ein dichtes Netz an Bühnen, Ensembles und Ausbildungsorten. Da lohnt sich ein näherer Blick auf eine nicht vollständige Auswahl der Theaterangebote der Quadratestadt.
Mannheim gilt als Theaterstadt, in der große Bühne und freie Szene dicht beieinanderliegen. Zwischen klassischem Repertoire und experimentellen Formaten hat sich hier über Jahrzehnte ein lebendiges Kulturklima entwickelt, das weit über die Region hinausstrahlt. Das traditionsreiche Nationaltheater als eines der ältesten kommunalen Repertoirehäuser Deutschlands setzt dabei ebenso Akzente wie zahlreiche kleinere Bühnen, die mit Mut zu neuen Texten und Formen das Stadtbild prägen. So entsteht ein dichtes Netzwerk von Spielorten, das Theater in Mannheim zu einem selbstverständlichen Teil des urbanen Alltags macht und Besucherinnen und Besucher immer wieder neu zum Entdecken einlädt.
Nationaltheater Mannheim
Das Nationaltheater Mannheim, gegründet 1777 von Kurfürst Carl Theodor als erste „deutsche Nationalschaubühne“ mit festem Ensemble, ist eines der ältesten kommunalen Theater der Welt – seit 1839 vollständig in städtischer Hand und damit das erste in Deutschland. Und als Vierspartenhaus mit Oper, Schauspiel, Tanz und Jungem Nationaltheater das Flaggschiff der Region. Mit Festivals wie den Internationalen Schillertagen und dem „Mannheimer Sommer“ sowie rund 350.000 Besuchern pro Jahr prägt es das kulturelle Profil der Stadt weit über Mannheim hinaus. Hier feierte Friedrich Schillers „Die Räuber“ 1782 unter Intendant Wolfgang Heribert von Dalberg ihre legendäre Uraufführung mit August Wilhelm Iffland als Franz Moor. Link: nationaltheater-mannheim.de