Kategorien
Kultur

Rush Hour 3

Am gestrigen Sonntag hatten wir ADAC-Mitglieder die Möglichkeit Rush Hour 3 in einer Vor- Vorpremiere zum sagenhaften Vorzugspreis sehen zu dürfen. Die vor Filmbeginn angekündigte Raubkopierkontrolle mittels Nachtsichtgeräten lies bereits einiges erwarten. 😉

Rush Hour 3 steigt mit einer typischen „Carter-Einlage“ ein und folgt dem bekannten Konzept: witzig-vorlauter Schwarzer (Chris Tucker) gerät mit dem disziplinierten Kampfsportler (Jackie Chan) in einen aufreibenden Fall. „Halb zog sie ihn, halb sank er hin“. Wie Goethes Fischer und Nixe findet das ungleiche und witzige Duo wieder zueinander. Sehenswerte Stunts und witzige Sprüche lassen nicht lange auf sich warten. Insgesamt ist der obligatorische dritte Teil lustig und macht einfach Spaß; einfach. Auch, wenn Vieles vorhersehbar ist, reiht sich der dritte Teil gekonnt nach seinen Vorgängern ein und wird Rush Hour Fans sicher gefallen.
Chan vernachlässigt allerdings – so viel sei verraten – seine beliebten Action- und Kampfszenen. Der seither den Film tragende „Kulturkampf“ der beiden Protagonisten wird erweitert und ins alte Europa, nach Frankreich, getragen. Dort gibt es auch gleich Seitenhiebe gegen amerikakritische Franzosen, die mit einem unliebsamen Zusammenstoß am Flughafen beginnen und bei „missionierten“ Franzosen mit dem Film enden. Ob die „sexuelle Anspielung“ des exilierten Roman Polanskis angebracht sind oder nicht, darüber lässt sich streiten. Der Internationale Strafgerichtshof wurde für den Film von Den Haag nach Amerika verlegt. Auch ein Seitenhieb von den dem Internationalen Strafgerichtshof kritisch gegenüberstehenden Amerikanern?

Wer mal wieder eine witzige Actionkomödie im Kino sehen will, dem sei Rush Hour 3 ans Herz gelegt. Eine Empfehlung soll noch gegeben werden: es lohnt sich mal wieder nach Filmende sitzen zu bleiben und sich die anschließenden Outtakes anzusehen.

Rush Hour 3
kino.de Kritik

Werdet ihr euch den Film ansehen? Habt ihr die ersten beiden Teile gesehen?

Stay blogged. 😎