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Juristischer und geschlechtlicher Verkehr

Gedankliche Ergüsse.

Der BGH rechnet die Kenntnis der hohen Versagensquote bei kondomgeschütztem Geschlechtsverkehr dem Allgemeinwissen zu1. Spezialwissen über den Pearl-Index bedarf es vor Eingehung des geschlechtlichen Verkehrs mithin nicht. Dies verwundert in der Draufsicht nicht, schließlich sei die Verkehrsanschauung nur dann eine gefährliche Leerformel, wenn man in ihr ein Reservoir [sic!] fertig bereit liegender Antworten suche2.

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Brötchenkauf juristisch betrachtet

Dinkelvollkornbrötchen

Allein der Brötchenkauf beim Bäcker stellt juristisch sehr viel Inhalt dar und kann gutachterlich über mehrere DIN A4 Seiten ausgeführt werden. Man stelle sich nur das Vorliegen eines Dissens oder unwirksame Vertretung auf Verkäufer- oder Käuferseite vor... Der juristisch betrachtete Brötchenkauf ist einer der Einstiegsklassiker der Rechtsgeschäftslehre.

Fall

Der hungrige Hubrecht kauft bei der schönen Bäckerin, einer autarken noch handwerklich ohne Backmischung backenden Bäckerei, die vornehmlich biologisch angebaute Zutaten frisch verarbeitet, ein Brötchen.

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Gehorsamsparagraph. Dem Manne steht die Entscheidung zu.

Dem Manne steht die Entscheidung in allen das gemeinschaftliche eheliche Leben betreffenden Angelegenheiten zu; er bestimmt insbesondere Wohnort und Wohnung. Die Frau ist nicht verpflichtet, der Entscheidung des Mannes Folge zu leisten, wenn sich die Entscheidung als Mißbrauch seines Rechts darstellt.

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Mein Schatz! Schatzfund im BGB.

So romantisch dir Vorstellungen zu dem Thema Schatz beziehungsweise Schatzfund auch sein mögen, so sachlich ist die Rechtgrundlage eines Schatzfundes.

Was ist ein Schatz und wer erlangt Eigentum daran?

Ein Schatz ist eine Sache, die so lange verborgen gelegen hat, dass der Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist.

So ist der Schatz in § 984 BGB legal definiert:

Wird eine Sache, die so lange verborgen gelegen hat, dass der Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist (Schatz), entdeckt und infolge der Entdeckung in Besitz genommen, so wird das Eigentum zur Hälfte von dem Entdecker, zur Hälfte von dem Eigentümer der Sache erworben, in welcher der Schatz verborgen war.

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Scheidung: Weinkeller kein teilbarer Haushaltsgegenstand

WtasO: 1981er auf dem Heidelberger Schloss

Das AG München hatte darüber zu entscheiden, ob ein Weinvorrat Haushaltsgegenstand im Sinne des § 1568b BGB und verneinte dies in seinem Urteil vom 3.12.2010, AZ 566 F 881/08.

Aus Liebhaberei angelegter Weinvorrat ist kein Haushaltsgegenstand i. S. d § 1568b BGB; keine Vergleichbarkeit mit Lebensmittelvorräten

Ein Weinvorrat ist dann kein Haushaltsgegenstand, wenn er nicht der gemeinsamen Lebensführung dient, sondern dessen Pflege - ähnlich wie bei einer Briefmarkensammlung - sich als Hobby eines der beiden Ehepartner darstellt. Bei einer Trennung hat dann der andere Ehepartner keinen Anspruch auf eine Aufteilung der Weine.

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