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Simpsons The Movie

Am Freitag Abend haben wir uns „Die Simpsons – Der Film“ angesehen. Endlich wieder Kino. Dass die überteuerten Multiplexkinos in der Region überfüllt sein werden war klar, weswegen wir uns für ein gemütliches Kino in der Zweiburgenstadt entschieden.

90 statt 20 Minuten, aufwendig animierte Bilder… wird der Gang vom Fernseh- zum Kinoformat ein Flopp wie etwa Akte-X oder ein Erfolg wie zum Beispiel Miami Vice? Gelingt es den Autoren nach über 400 Episoden (laut Wikipedia) den bissigen Humor beizubehalten oder verläuft sich der Kinofilm? Wir waren gespannt.

Schon der Anfang ist etwas anders. Die Familie sitzt nicht auf der heimischen Couch sondern an dem Ort, den sie nun erobern möchte. Der Zuschauer wird vom heimischen Sofa in die Kinos gelockt. Humer kritisiert Itchy&Scratchy, die es ebenfalls ins Kino geschafft haben. Ein Wink an Zuschauer wie mich, die befürchteten, dass die Simpsonskomik im Kino nicht greife? Aktuellen Bezug nimmt der Kinofilm an sehr vielen Stellen, es bleibt bei den stets beliebten gesellschaftskritischen Humoresken, weswegen Bart auch die bekannte Tafel mit dem Versprechen beschreiben muss, dass er den Film nicht herunterladen werde.

Vorneweg: „Die Simpsons – Der Film“ ist ein gelungener und überaus witziger Film. Ein Gag folgt dem nächsten, eine (Gesellschafts)Kritik der anderen (Sicherheits-, Ökowahn). Die knapp 90 Minuten sind vollgepackt und der Film ist kurzweilig. Am Ende schaut man auf die Uhr, ob die 90 Minuten tatsächlich schon vorbei sind. Die Charaktere entwickeln sich, wie in der Serie, nicht nennenswert weiter und der Film ist ebenso abgeschlossen, d.h. eine mögliche Forsetzung muss inhaltlich nicht auf den ersten Film aufbauen. Die Charakteristika der Protagonisten wurden im Film theatralisiert, was den Film mit der inhaltlichen Verdichtung noch schneller wirken lässt.
Dem ein oder anderen mögen Episoden einfallen, die er witziger fand, als den Film, der noch mit einer langen Handlung hat umgehen müssen. Nichtsdestotrotz hebt sich der Film von der Serie ab. Anspielungen auf den US-Präsidenten als Marionette, die Überreaktion auf Bedrohung, die gesuchte Idylle (Alaska), überspitzt in Disney-Manier dargestellt, et cetera p.p. prasseln auf den Zuschauer ein. Der Film ist schneller und bissiger.

„Die Simpsons“ ist ein sehenswerter Film, meine Empfehlung für alle Simpsonsfans.

Mehr zu den Simpsons:
simpsonsmovie.com
Interaktive-Springfield-Karte
Real-Life-Simpsons-Intro
Simpsonmaker

Habt ihr den Film schon gesehen? Wie hat er euch gefallen? Wollt ihr ihn euch noch ansehen? Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

Stay blogged. 😎

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